Start in die heiße Phase: Aktive Mittagspause vor nächster Tarifrunde
Vor der nächsten Gesprächrunde in den aktuell laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst hat die Kreisgruppe Bonn der GdP heute ein deutliches Zeichen gesetzt. Bei einer aktiven Mittagspause im Polizeipräsidium machten über 70 Kolleginnen und Kollegen auf ihre berechtigten Tarifforderungen aufmerksam – neben Angestellten unterstützten auch Beamtinnen und Beamten die Aktion.
Mit Transparenten, Plakaten und klaren Botschaften zeigten die Beschäftigten, dass sie geschlossen hinter den Forderungen der Gewerkschaften stehen. Die Aktion fand großen Zuspruch und verdeutlichte einmal mehr, wie wichtig faire Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung für die tägliche, verantwortungsvolle Arbeit im öffentlichen Dienst sind – insbesondere für die Polizei, die rund um die Uhr für die Sicherheit der Bevölkerung im Einsatz ist.
Die aktive Mittagspause bot nicht nur Raum für Austausch unter den Kolleginnen und Kollegen, sondern auch die Möglichkeit, öffentlich auf die angespannte Personalsituation, steigende Arbeitsbelastung und die Notwendigkeit echter Wertschätzung hinzuweisen.
Konkrete Forderungen der GdP und der Gewerkschaften im öffentlichen Dienst sind unter anderem:
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Erhöhung der Tabellenentgelte um 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich für alle Beschäftigten, um gestiegene Lebenshaltungskosten auszugleichen.
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Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 200 Euro monatlich, um die Attraktivität der Ausbildung im öffentlichen Dienst zu stärken.
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Erhöhung aller Zeitzuschläge für belastende Dienstzeiten um 20 Prozentpunkte.
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Laufzeit des Tarifvertrags über 12 Monate, um zeitnahe Verbesserungen zu erzielen.
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Zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten sowie Versorgungsempfängerinnen und -empfänger.
Diese Forderungen zeigen klar: Es geht um mehr als nur eine lineare Gehaltserhöhung. Es geht um anerkannte Leistungen, planbare Arbeitsbedingungen und die Zukunftsfähigkeit des öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber.
Die GdP Bonn unterstützt die bundesweiten Tarifforderungen ausdrücklich und fordert die Arbeitgeberseite auf, in den Verhandlungen ernsthaft auf die Anliegen der Beschäftigten einzugehen. Der heutige Aktionstag hat deutlich gemacht: Die Kolleginnen und Kollegen sind bereit, für ihre Rechte einzustehen – solidarisch, entschlossen und sichtbar.
Wir bleiben dran und werden auch weiterhin sichtbar für unsere Interessen kämpfen!