Stadtführung mit dem Henker von Siegburg

Am Freitag, 20.2.26, abends trafen am Stadtmuseum in Siegburg 19 Senioren/-innen der GdP auf Hans den Henker von Siegburg. Bei einer Führung zu historischen Orten im Innenstadtbereich von Siegburg erzählte der Henker in historischer Kleidung von seinem Wirken in Siegburg im 17. Jahrhundert.

Hierbei wusste er, der Kollege Hans-Willi Kernenbach, durch anschauliche Schilderungen und Präsentatio seiner Werkzeuge die 8 Hinrichtungsmethoden und die Foltermethoden zu dieser Zeit an den jeweiligen Orten hervorragend zu übermitteln.

Er gewährte einen Einblick in seine Familie, die Ehefrau, eine ehemalige Prostituierte, die ihrem Tod durch Heirat mit dem Henker entkommen konnte und über seine 8 Kinder. Er zeigte Verbindungen nach Rheinbach, wo zu dieser Zeit belegt ca. 130 Hinrichtungen stattfanden, nach Köln und zu seinem „Lehrmeister“ nach Nürnberg auf.

Das letzte Todesurteil in Westdeutschland wurde 1949 in Koblenz gegen eine Doppelmörderin gesprochen, eine für die Hinrichtung eigens gebaute Guillotine kam nicht mehr zum Einsatz, da das Grundgesetz in Kraft gesetzt wurde, die Todesstrafe damit untersagt war.

Im Anschluss an die Führung konnten wir alle „ungeschoren“ im Sion im Carré für das leibliche Wohl sorgen.

Erneut ein rundum gelungener Abend mit vielen Gesprächen. Ein besonderer Dank gilt unserem Kollegen Kernenbach für seine Führung!