Aktive Mittagspause im PP Bochum
Dem Aufruf folgten ca. 180 Beamt:innen, Versorgungsempfänger:innen und Tarifbeschäftigt:innen des PP Bochum um an der aktiven Mittagspause teilzunehmen und um ins Gespräch zu kommen
und das Ganze mit einer heißen Bockwurst im Brötchen
oder Obst oder einen kleinen süßen Snack.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
herzlich willkommen zu unserer „Aktiven Mittagspause“!
Wir haben Euch eingeladen, um gemeinsam die Mittagspause bei einem kleinen Snack zu verbringen, um uns alle auf die zweite Verhandlungsrunde der Tarifverhandlung einzustimmen.
Es ist ja mittlerweile schon Tradition geworden, dass die Arbeitgeber in der ersten Verhandlungsrunde unsere Forderungen als unangemessen bezeichnen.
Die Arbeitgeber verstecken sich hinter der angeblich schlechten Haushaltslage und lehnen es schlichtweg ab, uns Vorschläge zu unterbreiten.
Ist das wertschätzend?
Ist dies ein respektvoller Umgang mit uns?
Wir sagen ganz klar: NEIN
Immer wieder wird uns gesagt, dass wir Tarifbeschäftigten in der Polizei tolle Arbeit leisten, ohne uns vieles nicht zu schaffen wäre und wir ein wertvoller Teil des Teams 110 sind.
Doch wenn es darum geht, diese Anerkennung auch in bare Münze umzuwandeln, dann scheint dies vergessen zu sein.
Nur mit guten Worten lässt sich aber auch unser Einkaufswagen nicht füllen!
Auch wenn sich die Inflation zwischenzeitlich etwas beruhigt, so hinken wir noch immer hinterher, wenn es darum geht, dass auch unsere Gehälter angepasst werden an die Gehälter der Kolleginnen und Kollegen im Bund und in den Kommunen. Wenn sich nichts tut, werden wir in den nächsten Jahren im Schnitt 5% bzw. 6 % weniger Einkommen auf dem Konto haben als die Beschäftigten bei Bund und Kommunen. In einigen Einkommensgruppen sogar um einiges mehr. Und das für gleiche Arbeit?!“
Verwaltung, IT, Forensik, polizeiärztliche Dienste, Haustechnik, Kurierfahrer– die Dienste sind in der Bundespolizei und im BKA nicht anders als in den Länderpolizeien und den Landeskriminalämtern – warum dann nicht auch das gleiche verdienen?
Deshalb fordern wir in dieser Tarifrunde 2025/2026 klar und deutlich:
· 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro mehr im Monat
· Für Auszubildende mindestens 200 Euro mehr und unbefristete Übernahme in Vollzeit nach erfolgreicher Ausbildung.
· Erhöhung der Zeitzuschläge gemäß § 8 Abs. 1 TV-L um 20 Prozentpunkte.
· Eine Laufzeit von 12 Monaten
· Und die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung dieses Ergebnisses auf Beamt:innen und Versorgungsempfänger:innen.
Kolleginnen und Kollegen — diese Forderungen sind notwendig und gerecht. Sie sind NICHT überzogen!
Durch die steigenden Beiträge für Krankenversicherung, steigenden Lebenshaltungskosten sowie höheren Energie- und Wohnkosten droht vielen Beschäftigten ein Real-Lohnverlust. Das ist nicht hinnehmbar!
Wir sorgen – gemeinsamen mit unseren beamteten Kolleginnen und Kollegen – tagtäglich für die innere Sicherheit!
Wir helfen u.a. mit Straftaten aufzuklären.
Wir sorgen dafür, dass die Technik funktioniert.
Stellt Euch vor, jemand ruft die „110“ – und keiner kann es hören?
Wir halten unsere Fahrzeuge am Laufen.
Darum rufen wir euch auf: Zeigt Flagge! Macht klar: Wir lassen uns nicht abspeisen! Wir wollen keine Almosen — wir wollen Respekt, Wertschätzung und eine Bezahlung, die unserer Leistung entspricht – und NICHT NUR WARME WORTE!
Wenn auch in dieser Tarifrunde wieder Blockadepolitik betrieben wird, wenn unsere berechtigten Forderungen ignoriert werden — dann heißt das nicht Rückzug. Dann heißt das: Zusammenstehen.
Dann heißt das: Druck machen. Am Verhandlungstisch und auf der Straße!
Egal ob Beamtin oder Beamter, Tarifbeschäftigte!
Liebe Kolleginnen und Kollegen — dieser Kampf geht uns alle an. Wer uns heute verhöhnt, dem zeigen wir morgen unsere Solidarität.
Wer uns heute ignoriert, dem zeigen wir morgen unsere Stärke.
Lasst uns heute ein Zeichen setzen — für uns, für unsere Familien, für die Zukunft unseres öffentlichen Dienstes.
Gemeinsam, geschlossen, entschlossen.
Stark für Euch! Fair für Alle!!!!