Bild: Meike to Baben/GdP

Weil die G8/G9-Lücke in diesem Sommer in NRW voll durchschlägt, stehen viel weniger Abiturienten zur Verfügung. „Da ist es richtig, dass sich die Landesregierung nicht an selbstgesteckte Marken klammert“, meint Schlüter. Die Reduzierung auf rund 2.600 Kommissaranwärterinnen und – anwärter (plus Regierungsinspektorenanwärter) ist realistisch und vertretbar. Schlüter glaubt, dass die Atempause dem Ausbildungssystem bei der Polizei guttun kann: „Mit den 3.000 Neueinstellungen der vergangenen Jahre sind wir an die Grenzen gegangen – und darüber hinaus.“

Die GdP warnt die Politik aber scharf vor falschen Schlüssen: „Was jetzt nicht passieren darf, ist dass wieder an der Ausbildung bei der Polizei gespart wird. Das wäre fatal“, mahnt Schlüter. Im Gegenteil, es müsse mehr Geld fließen, um Kapazitäten zu stabilisieren und auszubauen. Der Personalbedarf bei der Polizei bleibe absehbar hoch. Und Polizist oder Polizistin sei kein Beruf wie viele andere: „Wer sich dafür entscheidet, hat die beste Ausbildung verdient“, betont der GdP-Vorsitzende.