Auch DAS noch!

Nun kommt es knüppeldick für die Polizei NRW!

Die Stadionbetreiber in NRW haben sich darauf verständigt, das zukünftig alle eingesetzten Polizei-, Ordnungs-, sowie Rettungskräfte den jeweilig veranschlagten Eintritt zahlen müssen. Dies betrifft neben unzähligen Fußballspielen auch Musikkonzerte, oder sonstige Veranstaltungen.

„Es kann nicht sein, dass mehrere Hundert, oder bei Hochrisikoveranstaltungen sogar tausende Menschen kostenlos Fußballspiele oder Konzerte besuchen, ohne dafür auch nur einen Pfennig zu zahlen.“, so der Sprecher der neu gegründeten AG Stadioneinnahmen.

Ein Kollege, der lieber anonym bleiben möchte, sagt dazu: „Eine Unverschämtheit! Ich opfere meine Freizeit für meist wenig unterhaltsame Fußballspiele und schiefe Gesangseinlagen. Als Heavy-Metal Fan würde ich freiwillig im Leben keine Ballermann-Ole Veranstaltung besuchen. Außerdem gehe ich auch lieber zum Eishockey, statt zum Fußball. Wenn ich dafür jetzt im Jahr mehrere Hundert Euro Eintritt zahlen muss, um für die Sicherheit zu sorgen, müssten die Zulagen erst recht hochgesetzt werden.“

Der Kreisgruppenvorsitzende Daniel Laßek meint abschließend: „Ein weiterer Schlag gegen die vom Minister angekündigte Attraktivitätsoffensive. Erst keine Absenkung der 41h-Woche, im Zulagenwesen tut sich seit Jahrzehnten nichts, Überstunden werden automatisiert gelöscht, und nun auch DAS noch! Und diese Aufzählung ist nicht mal abschließend. Es gibt so viele weitere Missstände, die im Ministerium nicht angepackt, oder sogar verschlimmert werden. Es ist ein Trauerspiel! Ich gehe aber davon aus, dass es von den Stadionbetreibern lediglich eine verbale „Retourkutsche“, angesichts der angekündigten Rechnungen für Hochrisikospiele ist. Ansonsten erwarte ich am Jahresende neben einer deutlichen Erhöhung des Tarifvertrages, eine „kostendeckende Eintrittszulage“ damit alle Kolleginnen und Kollegen es sich weiter leisten können, zum Dienst zu kommen.“